
Im Märchen schrie der Hüterjunge so oft "der Wolf kommt"
bis ihm keiner mehr glaubte. Fast war man geneigt, anzunehmen, dass es eine
ähnliche Gschicht´ mit "dieses Mal ist es wirklich das letzte
Mal in Aspern" sei.
Dennoch hat die Chance, noch einmal einen "großen Preis von Wien"
zu fahren, viele Motorsportbegeisterte am 25. und 26.4.2009 auf das historische
Parkett gelockt.
Jetzt schreib´ ich nix von wegen "Schlacht" - letztes Jahr haben´
s mich gerügt, dass der Bericht so kriegerisch war – Uuups, und da
ist´ s auch schon passiert!
Ab Samstag zu Mittag konnte man also seine Runden auf einem engen Kurs auf dem
alten Flugplatzgelände drehen. Der Samstag war ganz dem Training gewidmet.
Wie im Vorjahr hatten einige vom ESCC mit dem Gedanken gespielt, vorbeizuschauen,
wie im Vorjahr blieb die Abordnung jedoch überschaubar:
Als "entrant" fungiert der Verfasser dieser Zeilen, Peter Rosenzweig
kam zuschauen und ein paar Bilder machen.
Peter Altpfart hatte leider nur einen Kurzauftritt, stellte jedoch für
den "Oberhaushofmeister der Nation" seinen wilden Mini Marcos das
ganze Wochenende zur Verfügung.
Auch sonst gab´ s sehr diverse Maschinerie zu sehen, zu hören und
auch zu riechen. Highlights waren Formel-Renner, darunter ein 57er Formel 1
- Cooper, ein CR Salmson, der leider nicht fuhr, und mit mehr Sitzen zwei Rileys
und ein Willys Overland aus der echten Frühzeit des Automobils. Eine große
Gruppe stellten die Minis dar, schließlich feiert er dieses Jahr seinen
Fünfziger.
Ach ja, nach der Stallvergrößerung war´ s ja nicht gar so gesagt,
womit ich aufkreuzen würde, doch es wurde doch wieder der gute alte B,
schließlich wollte ich dem Motto huldigen "gleichmäßig
schnell ist auch gleichmäßig", und schnell Fahren tut man ja
bekanntlich am besten mit einem Auto, das man gut kennt….
Für Sonntag war ein weiteres Training und 3 Läufe angesetzt, sehr
ambitioniert, wie ich mir schon im Vorhinein dachte, nach einem kleinen Problem
mit der Streckenbeschaffenheit waren´ s nur mehr 2 Wertungsläufe,
aber das reichte auch, um eine Menge Spaß auf der Strecke zu haben...
Leichte Verzögerungen bei der Auswertung führten zur Stimmung "Siegerehrung
in Novosibirsk", denn zu der Abendzeit führte der Wind dazu, dass
man sich temperaturmäßig in solchen Gefilden wähnte und das
Catering war dann ähnlich Marke "ehemaliger Ostblock": es gab
nämlich schon 3 Stunden vorher nix mehr.
(Beim ESCC wär´ das nicht passiert – siehe Bericht von der
Frühjahrsausfahrt – oder jeden anderen Bericht ;-) )
Aber viele ließen sich´ s trotzdem nicht verdrießen –
ich finde, aus Höflichkeit dem Veranstalter gegenüber gehört
sich´ s schon, bei der Siegerehrung noch zu bleiben - und bei gepflegten
Wuchteln hatten wir noch viel Spaß bis zur Verteilung der Pokale.
Insgesamt war´ s ein gelungener Schlusspunkt für die Motorsportgeschichte
von Aspern, viele hätten gern gesagt "nächstes Jahr wieder",
doch das wird´ s vermutlich nicht spielen.
Aber vielleicht findet sich ja in oder um Wien ein anderes Plätzchen für
gepflegt sinnloses Im – Kreis - fahren...
Hoffen wir´ s !(Martin N.)














